Eigentlich ist zu TARGET bereits vor gut sieben Jahren von Georg Quaas alles Wesentliche geschrieben worden (siehe Linkliste am Ende). Dennoch flammt die Diskussion immer wieder auf. So auch deutlich intensiver in den letzten Wochen, so dass sich selbst Hans-Werner Sinn gemüßigt fühlte, noch einmal seine Sicht der Dinge auf 23 Seiten darzulegen.
Ich möchte einige wichtige Punkte der strittigen Debatte für ein breiteres Publikum in einfachen und klaren Worten darlegen. Wer tiefer einsteigen möchte, der findet am Ende weitere Links zu wichtigen Publikationen zu diesem Thema.
Wie entstehen TARGET-Salden?
Durch Leistungsbilanzungleichgewichte¹ auf Basis asymmetrischer Kreditvergabe (zu hoch im Süden, zu niedrig im Norden) und in Folge zusätzlich durch Kapitalflucht, sofern nicht mit Bargeld bezahlt wurde bzw. Bargeld abgehoben wurde (klassischer Bankrun). Würden alle Zahlungen ausschließlich mit Bargeld erfolgen, gäbe es keine TARGET-Salden. Damit sollte auch verständlich sein, warum TARGET lediglich ein Symptom ist, aber kein selbstständiges Problem, wie von Hans-Werner Sinn et al. immer wieder insinuiert wird.
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