Nach einem kurzen monetaristischen Intermezzo der Deutschen Bundesbank in den 70er und 80er Jahren dominiert bis zum heutigen Tag der neukeyensianische Ansatz die geldpolitische Agenda. Tatsächlich sind beide Ansätze aber nur ein scheinbarer Gegensatz und müssen lediglich vom Kopf auf die Füße gestellt werden und können sodann die alte Frage von G-W-G‘ lösen sowie einen systemischen Beitrag zur Entschärfung des biblischen Matthäus-Effekts leisten. Die Zeit ist reif für ein neues geldpolitisches Paradigma, in dessen Zentrum ein zentralbankfinanziertes Bürgergeld von anfänglich 80 EUR pro Kopf und Monat steht (=Citoyage, ein Neologismus aus Citoyen und Seigniorage). Ziel ist es, Geld als mittelalterliches Herrschaftsinstrument des Lehensherrn (Seigneur), über die Bankokratur der entfesselten Finanzmärkte zu dem weiter zu entwickeln, was Geld im Geiste der französischen Revolution eigentlich sein sollte: Eine Allmende, die als soziale Verpflichtungsrelation über die Citoyage ihre Wirkung zum Wohle aller Bürger entfalten kann. Weiterlesen →